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Personalia - Trauer

 



 

 

 

 


 

Am 26. Februar 2018 verstarb Hellmuth Paeske im Alter von 95 Jahren

Helmuth Paeske war eine Säule der Gemeinde Marienhöhe und des Schulzentrums Marienhöhe. Von 1953 bis 1959 war er Leiter des Jungeninternats des damaligen Aufbaugymnasiums. Danach war er als Pastor tätig, bis er 1986 wieder die Leitung des Jungeninternats übernahm und Lehrer im Fach Religion war. Seine Vielseitigkeit, seine künstlerische Begabung und sein großes Herz für junge Menschen zeichneten ihn aus. 1990 trat er in den Ruhestand blieb jedoch bis zuletzt mit der Marienhöhe verbunden. Mit seinem unerschütterlichen, tiefen Glauben an Jesus Christus und mit den Geschichten aus seinem Leben hat er die jungen Menschen immer wieder begeistert.

   Der Internationale Freundeskreis PRO Marienhöhe verliert mit Hellmuth Paeske ein langjähriges und engagiertes Mitglied. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei seiner Frau Rosel und den Angehörigen.

 

Es folgen einige Zitate aus Facebook-Kommentaren:

 

„Seine Andachten in der Aula und Lektionsleitungen bleiben unvergessen.“

 „Er war ein wundervoller Mann. Jede Begegnung mit ihm war ein wahrer Sonnenschein für mich.“

 „Wie er in den Andachten und Gesprächen über seinen unerschütterlichen Glauben sprach, werde ich nie vergessen.“

 „Du hast jeden Raum mit deinem Glauben, einer Hoffnung und Liebe gefüllt.“

 „In Erinnerung bleibt seine sonnige, herzliche, authentische Begeisterung über seine Freundschaft mit Jesus.“

 „Herzlich, aufrichtig, für Jesus und seine Mitmenschen immer da, mutig und entschlossen.“

 „Ein großer Verlust. Habe ihn immer nur freundlich, fröhlich und humorvoll erlebt.“

„Wir haben einen großen Menschen verloren, einen liebevollen und offenen Geist. Seine Lebensfreude und Begeisterungsfähigkeit waren ansteckend.“

 „Er hatte immer ein Ohr zum Hören und ein Lachen zum Aufmuntern im Gesicht.“

 

Die Gedenkfeier fand am Sonntag, dem 25. März 2018, um 14.00 Uhr, im Gemeindezentrum des Schulzentrums Marienhöhe statt.

 


 

   

 

 

 

 


 

Margrit Kregel (27.05.1953-28.03.2016)

 

 

 

Der Internationale Freundeskreis Pro Marienhöhe e.V. trauert um Margrit Kregel.

 

  Sie verstarb am Oster-Montag an den Folgen einer schweren Erkrankung in Bitterfeld.

 

  Von 2008 bis 2015 war sie Sekretärin der Schulleitung des Schulzentrums Marienhöhe.

  Pro Marienhöhe diente sie von 2009-2015 ehrenamtlich als Schriftführerin und Vertreterin der Schule im Förderverein.       Wir vermissen sie als Mensch und erinnern uns dankbar an ihre Mitarbeit im Vorstand!

 

 Am 08.04.2016 wurde sie im engsten Familienkreis in Bitterfeld-Holzweißig beigesetzt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Aula (Hauptgebäude) des Schulzentrums Marienhöhe fand am Donnerstag, dem 14.04.2016, um 13.40 Uhr eine Trauerfeier statt.

 

 


 

Dr. Friedrich Ewert
Studiendirektor i.R.
17.12.1928-26.11.2015

 

Dem Menschen zugewandt

Der Internationale Freundeskreis Pro Marienhöhe e.V. trauert um Friedrich Ewert, einen engagierten Pädagogen, für den lebenslanges Lernen keine Floskel war, sondern zu seinem Verständnis vom Menschsein gehörte. Dahin führte er auch viele junge Kolleginnen und Kollegen, förderte sie vielfältig.
  Jeder Trägheit abhold, war sein Tempo, selbst wenn er über den Campus ging, eindrucksvoll. Es war ihm wohl selbstverständlicher Standard, manchmal spürte man sein Erstaunen, wenn es bei anderen nicht so war. Dann konnte er auch schon mal schnell deutlich werden - doch er hatte keinerlei Probleme damit, sich auch ernsthaft zu entschuldigen, wenn er spürte, dass er möglicherweise vorschnell oder zu temperamentvoll reagiert hatte. Wahrlich eine Kunst, die heute selten geworden ist! So gab es keine Narben.
  Friedrich Ewert war vielen, ob Schüler/innen, Eltern oder Kolleginnen und Kollegen, ein guter, einfühlsamer Zuhörer und (diskreter) Helfer.
  Neuerungen waren ihm keine Last, sondern Herausforderung. Als zum Beispiel 1970 mit dem Kolleg der 2. Bildungsweg auf der Marienhöhe eröffnet wurde, dachte er gleich ganz praktisch, dass viele Kollegiaten sicherlich auch Möglichkeiten des stundenweisen Nebenverdienstes bräuchten, die über die wenigen Angebote des Marienhöher Campus hinausgingen. So klapperte er viele Firmen ab - und war erfolgreich.
  1928 in Westpreußen geboren, wuchs Friedrich Ewert auf dem väterlichen Gut in Ostpreußen auf. Im bitterkalten Januar 1945 floh er mit Mutter und Schwester und einer Hauswirtschaftsschülerin vor der anrückenden russischen Armee per Pferd und Wagen über das zugefrorene Haff gen Westen und landete nach drei harten Monaten und 1.000 km in Schleswig-Holstein. Dort brachte er seine Landwirtschaftslehre zu En
de.
  Er lernte die Adventgemeinde kennen und entschloss sich begeistert Pastor zu werden. Ihm wurde jedoch gesagt, dass man unbedingt Lehrer brauche. So studierte er in Kiel und Frankfurt Sport und Latein fürs Lehramt. Ab 1953 unterrichtete er zuerst in Teilzeit auf der Marienhöhe, bildete später zudem als Lehrer an einer Schule in Gernsheim selbst Lehrer aus. Ab 1969 unterrichte er vollzeit auf der Marienhöhe und war von 1971 bis zu seinem Ruhestand 1993 Oberstufenleiter und Stellvertretender Schulleiter. Er hat der Schule mit vielen pädagogischen Impulsen und mit großem persönlichem Einsatz gedient.
  Auch nach seiner Pensionierung blieb er engagiert der Marienhöhe verbunden. Zuerst als Schulvertreter im Vorstand des Internationalen Freundeskreises Pro Marienhöhe e.V., dann als dessen Stellvertretender Vorsitzender und von 1996-2000 als Vorsitzender. Sein Ziel war vor allem, den Stipendenfonds stetig durch den Verein zu stützen und durch Veranstaltungen mit Gastreferent/innen zur pädagogischen Fortbildung der Lehrerschaft beizutragen ...
  Im Alter von 80 Jahren überraschte Friedrich Ewert mit seiner Promotion (summa cum laude) an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main über die Themenzentrierte Interaktion (TZI) nach Ruth Cohn. Eine wichtige Säule der TZI ist die Wertschätzung (Ruth Cohn: „Ehrfurcht gebührt allem Lebendigen und seinem Wachstum“.). Diese Wertschätzung lebte er.

Am 03.12.2015 wurde Friedrich Ewert in Pfungstadt von einer großen Trauergemeinde zu Grabe getragen.


Norbert Fritz sprach in der Rückschau auf Friedrich Ewerts Leben:
Mit Friedrich Ewert verlieren wir einen mutigen, innovativen und streitbaren Menschen. Wir verlieren einen bescheidenen aber auch großzügigen Menschen. Wir verlieren einen Menschen, der von seiner Sache überzeugt und begeistert war und diese Begeisterung auch weiter tragen konnte.“

Wir trauern mit seiner Ehefrau Alice, seiner Tochter Frauke und Schwiegersohn Matthias und den Enkeln Fabian und David.  [wb]




 

 


 

Georg Kouba Th.D. 20.02.1933-15.08.2012

 

Am 15.08.2012 verstarb im mährischen Postřelmůvek der adventistische Theologe und Lehrer Georg (Jiří) Kouba.

  Gebürtig in der Tschechoslowakei, studierte er in Prag Theologie. Mehr als zwei Jahrzehnte war er bis 1995 Dozent am Theologischen Seminar Marienhöhe und Lehrer am Gymnasium Marienhöhe. Er war ein äußerst belesener Mann - der Umfang seiner Privatbibliothek legendär.
  Mit seiner zweiten Frau Marta verlebte er seinen Ruhestand in Darmstadt und in Tschechien, zuletzt in dem kleinen Dorf Postřelmůvek.
  Wir trauern mit seiner Frau Marta, seiner Tochter Doris und all seinen Verwandten, Freunden und ehemaligen Studenten und Schülern.


(Foto: Marienhöher Jahrbuch 1980)

 


 

Dr. Konrad F. Mueller (03.05.1919-26.06.2012)


 

 

Am 26. Juni verstarb nach kurzer, schwerer Krankheit Konrad F. Mueller im Alter von 93 Jahren in Loma Linda, Kalifornien/USA.  Bekannt wurde der in Schlangen, bei Detmold/Lippe, geborene Missionar und Hochschullehrer durch seine in vier Auflagen erschienene Dissertation Die Frühgeschichte der Siebenten-Tags-Adventisten bis zur Gemeindegründung 1863 und ihre Bedeutung für die moderne Irenik. Sie war die erste deutschsprachige wissenschaftliche Ausarbeitung über diese Phase der adventistischen Entstehungsgeschichte.
  Zu den Stationen des Lebens von Mueller gehörten nach Ausbildung am Theologischen Seminar Friedensau bei Magdeburg, Kriegserfahrungen in Russland mit anschließender Gefangenschaft, Studium in den USA (La Sierra College, Andrews University - MDiv.), anschließende Lehrtätigkeit in Nigeria, Studium (1966-69) und Promotion an der Johann Wolfgang von Goethe-Universität Frankfurt am Main, dabei Lehrtätigkeit am Theologischen Seminar Marienhöhe Darmstadt, danach wieder in Nigeria und Liberia. Ab 1975 war er Dozent am Newbold College (England), wo er bis zu seiner Pensionierung 1986 auch das dortige Ellen G. White-Studienzentrum leitete. Anschließend kehrte er mit seiner Frau Erna, geb. Hermann, nach Loma Linda in die USA zurück, von wo aus er noch bis ins hohe Alter Vortragsreisen unter anderem nach Afrika und Astrachan an der Wolga, dem Ort seiner Kriegsgefangenschaft, unternahm.
  Seit 1996 bis zu seinem Tod diente er als Pastor der Adventgemeinde Los Angeles, der letzten deutschen adventistischen Kirchengemeinde in den Vereinigten Staaten.
  Nach dem Tod seiner Frau, mit der er seit 1942 über 60 Jahre verheiratet war, ging er erneut eine Ehe ein. Er hinterlässt seine zweite Frau Emma sowie die Töchter Riki Weiner und Helga Mueller samt Enkelkindern.

 

(APD/wb, Foto: aus Muellers Marienhöher Zeit, Archiv wb)
 

 


 

Im Gedenken an Wilfried Rinner (OStR i.R.)

 

 

 

* 01.08.1937 - ✝ 25.04.2012
 
Losungswort vom 25.04.2012, Psalm 1,3:
 
"Der Gerechte ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen,

der seine Frucht bringt zu seiner Zeit,

und seine Blätter verwelken nicht."

 (Foto 2001, wb)

 

 


 

Margarethe Undritz M.A.

 

(1912-2011)

 

Wenige Wochen vor Ihrem 100. Geburtstag wurde Margarethe Undritz am 16.11.2011 in Friedensau zu Grabe getragen.

Aus dem Baltikum stammend führten sie die Kriegswirren nach Friedensau und dann als Übersetzerin an den Internationalen Gerichtshof in Nürnberg, der die Kriegsverbrecherprozesse durchführte. 1948 holte sie Dr. Hans Werner, der Leiter des Seminars Marienhöhe, an die wieder eröffnete Schule. Sie diente dort bis nach ihrer Pensionierung engagiert - zunächst auch als Heimleiterin - vor allem als Lehrerin für Alte Sprachen, Englisch und Gesundheitslehre. Einige Zeit verbrachte sie zudem zum Studienaufenthalt in den USA.

Sie war eine eindrucksvolle Persönlichkeit, denen viele Jahrgänge von Seminaristen ihre Griechisch- und Hebräisch-Kenntnisse verdanken - und das Englisch des 19. Jahrhunderts, um die adventistische Traditionsliteratur zu verstehen.

Ihren Kursen war sie immer wieder eine ausgezeichnete Gastgeberin, die versuchte, auch auf diesem Wege Ihre Schülerinnen und Schüler in die Geheimnisse gesunder Ernährung einzuführen und mit Ihrer Schallplattensammlung die Liebe zu "guter" Musik zu wecken. Als "Miss Knigge" kämpfte sie auch unverdrossen für "gutes Benehmen" der Seminaristen. Den Bärten und der Haarpracht der 68er stand sie eher (kämpferisch) verständnislos gegenüber.

Nach dem Abschluss ihrer Lehrtätigkeit am Seminar Marienhöhe, wirkte sie für einige Zeit am russischen adventistischen Theologischen Seminar Saorski (in der Nähe von Moskau). Wie eindrucksvoll, das mag die Äußerung eines russischen Studenten in Friedensau zeigen, der mir erklärte, er wisse gar nicht, weshalb er noch das Graecum machen müsse, er habe doch bei Margarethe Undritz in Saorski Griechisch gehabt und wisse jetzt alles ...

Ihren Lebensabend verbrachte sie in Darmstadt und dann in Friedensau.

Immer wenn sich Schüler/innen von ihr treffen ist sie schnell ein Thema. Ob Schülerleid oder -freud, keine Marienhöher Lehrkraft animiert zu so vielen Erzählungen und Anekdoten. Sie bleibt unvergessen. (wb)

 

 


Margarethe Undritz 1948 beim Unterrichten (Anatomie des Menschen)


 

 

Interview mit Margarethe Undritz von 1965*

 

 

 

In der Einleitung zu unserem letzten Lehrer-Quiz sollte das „omen“ als kleiner Fingerzeig gelten. Für all diejenigen, die es noch nicht richtig deuten konnten (trotz der großen Auswahl!?) sei's nun verraten! Ich war zu Gast bei Frau Margarethe Undritz, die mir freundlich meine Fragen beantwortete. Sie ist Lehrerin für Griechisch, Englisch und Gesundheitslehre im Predigerseminar und übt gleichzeitig das Amt des Registrars aus. Einige Minuten muss ich übrigens warten, denn eine Amerikanerin, die dabei ist, ein Buch über eine Chinamissionarin zu schreiben, ist mir mit ihrem Interview zuvorgekommen. Sie möchte einige Einzelheiten über diese bedeutende Frau erfahren, mit der Frau Undritz während ihrer Übersetzertätigkeit am Internationalen Gerichtshof in Nürnberg bekannt geworden ist. So habe ich Zeit, mich im Zimmer etwas umzusehen, das heißt eigentlich in zwei Zimmern, denn die Zwischenwand hat Frau Undritz durchbrechen lassen, damit sie auch größere Klassen zu einem gemütlichen Beisammensein empfangen kann.

 

Auf dem Tisch entdecke ich ein nicht alltägliches Blumenarrangement, das ihr, wie ich erfahre, von der Leitung des Seminars anlässlich ihrer 25-jährigen Lehrtätigkeit auf unseren <das meint: adventistischen> Schulen überreicht wurde. Überhaupt sind die Zimmer reich mit Blumen geschmückt. In den Bücherregalen sehe ich fast mehr anderssprachige Literatur als deutsche.

 

 

brunnen:

Frau Undritz, wann und wo begannen Sie eigentlich zu unterrichten?

 

Undritz:

Im Herbst 1935 auf unserer Schule in Reval, Estland.

 

brunnen:

Was hat Sie dazu bewogen, Lehrerin zu werden?

 

Undritz:

Ursprünglich hatte ich es nicht vor- absolut nicht. Ich wollte kein „Blaustrumpf“ werden. Von klein auf interessierte ich mich für die Krankenpflege und ging nach dem Abitur nach Skodsborg (Dänemark), um dort in unserem adventistischen Krankenhaus und Sanatorium die Krankenpflege und Massage zu erlernen. Der Umgang mit den Patienten machte mir viel Freude. Nach der Abschlussprüfung erreichte mich ein Ruf aus Estland. In Reval wurde eine Missionsschule gegründet, und die Leitung bat mich, in die Heimat zurückzukehren, um dort zu unterrichten. Gleichzeitig studierte ich Philologie an der Universität in Dorpat, die übrigens der Schwedenkönig Gustav Adolf II. einige Monate vor seinem Tode im Jahre 1632 gegründet hat.

 

brunnen:

An welchen Schulen haben Sie unterrichtet?

 

Undritz:

Fünf Jahre in Estland, bis die Schule durch Kriegseinwirkung geschlossen wurde. Dann arbeitete ich eine Zeitlang auf unserem Missionsseminar in Friedensau. Im Herbst 1948 wurde die Marienhöhe wieder eröffnet, und seitdem bin ich hier Lehrerin.

brunnen:

Wieviel Sprachen haben Sie gelernt, und in welchen haben Sie unterrichtet?

 

Undritz:

Durch meinen Aufenthalt in verschiedenen Ländern war es selbstverständlich, dass ich mir einige Sprachen aneignete. Ich habe wohl 11 Sprachen gelernt, davon allerdings nur 7 lebende. Im Lauf der Zeit habe ich Englisch, Griechisch, Lateinisch, eine kurze Zeit Hebräisch und auch Deutsch unterrichtet.

 

brunnen:

Haben Sie auf der Marienhöhe nur im Predigerseminar gearbeitet?

 

Undritz:

Nein. Ich habe mehrere Jahre auch am Gymnasium mitgeholfen.

 

brunnen:

Vor drei Jahren warenSie längere Zeit in den Vereinigten Staaten. Hatte dieser Aufenthalt einen bestimmten Zweck?

 

Undritz:

Ich fuhr damals nach Amerika, um an der Generalkonferenz teilzunehmen und um einige Vorlesungen an der Andrews University zu belegen.

 

brunnen:

Haben Sie dort auch eine Prüfung abgelegt?

 

Undritz:

Ja, die Magister-Artium-Prüfung.

 

brunnen:

Seit einem Jahr üben Sie das Amt eines Registrars aus. Worin besteht Ihr Aufgabengebiet?

 

Undritz:

Meine Aufgaben sind meist technischer Art. Ich bin z.B. verantwortlich für die Stundenpläne, und da wir das Fächersystem haben, auch für die Belegpläne der einzelnen Schüler.Außerdem führe ich den Schriftwechsel mit den Colleges im Ausland, besonders auch dann, wenn Marienhöher dort ihr Studium fortsetzen wollen.

 

brunnen:

Welche Voraussetzungen sind für die Zulassung zum Studium an der Andrews University notwendig?

 

Undritz:

Bisher wird von den deutschen Studenten das Abitur und das Predigerdiplom verlangt.

 

brunnen:

In letzter Zeit besucht eine größere Anzahl ausländischer Schüler - vorwiegend aus den Vereinigten Staaten - unsere Schule. Dies geschieht wohl im Rahmen eines Austauschprogrammes?

 

Undritz:

Ein Austauschprogramm mit ausländischen Schülern haben wir leider noch nicht, obgleich diese Frage bereits erwogen worden ist. Unser „Deutschlehrgang fürAusländer“ kam zustande, nachdem Vertreter zweier Colleges aus Kalifornien (Pacific Union College und La Sierra College) uns hier besuchten, um eine Verbindung mit uns aufzunehmen. Die beiden Colleges wollen jedes Jahr eine Anzahl Schüler, die bereits drüben Deutsch studiert haben, zu uns schicken, damit sie ihre Sprachkenntnisse erweitern und Land und Leute aus eigener Anschauung kennenlernen. Die amerikanischen Schüler nehmen außer an Deutsch auch an einigen anderen Unterrichtsfächern teil, und alle Noten, die sie hier bekommen, werden ihnen drüben für ihr Studium angerechnet. Wir haben im vergangenen Jahr bereits gute Erfahrungen gemacht und hoffen, dass unsere ausländischen Schüler sich auch in diesem Jahr bei uns wohlfühlen werden.

 

brunnen:

Frau Undritz - Sie sind seit 17 Jahren auf der Marienhöhe. Was hat sich nach Ihrer Meinung im Predigerseminar gebessert?

 

Undritz:

Das Niveau der schulischen Leistung ist gestiegen. Auch freue ich mich, dass wir jetzt das Fächersystem mit dem Belegplan eingeführt haben. Dadurch sind den Schülern größere Möglichkeiten in der Wahl der Fächer gegeben. Wir haben die Zahl derWochenstunden in der Predigerfachausbildung kürzen können, so dass ein gründlicheres und intensiveres Studium gewährleistet ist.

 

brunnen:

Es ist immer interessant, von den Lehrkräften zu erfahren, ob sie Hobbies haben. Wie steht es bei Ihnen damit?

 

Undritz:

Ich habe verschiedene Liebhabereien. An erster Stelle stehen Sprachen. Eben bin ich dabei, durch einen Schallplattenkurs Französisch zu lernen. Es macht mir auch viel Spaß, Blumen und Steine von meinen Reisen mitzubringen. (Hier zeigt mir Frau Undritz ein Usambaraveilchen aus Collonges, eine Sansivieria aus Friedensau, ein Tännchen vom Fuße des Säntis, bunte Steine aus der Wüste von Arizona, einen Kristall, den sie kürzlich aus dem Waldensergebiet in Italien mitgebracht hat u. a. m.)

 

brunnen:

Was hat Ihnen in Ihrer Lehrtätigkeit am meisten Freude gemacht?

 

Undritz:

Es gibt wohl kaum eine tiefere Befriedigung für einen Lehrer als die, wenn er sieht, dass ein Wort auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Die größte Freude habe ich immer empfunden, wenn ich das innere Wachstum eines Schülers beobachten konnte.

 

brunnen:

Frau Undritz - wir danken Ihnen für dieses Gespräch und wünschen Ihnen für Ihr Wirken auf der Marienhöhe weiterhin viel Erfolg.

 

*(Aus der Marienhöher Schülerzeitung für das Seminar und Gymnasium, Der Brunnen, Sept./Okt. 1965, 2. Jg. Nr. 4, von Dieter Wiesenberg, damals P3. Die Rechtschreibung wurde in der ß/ss der derzeitigen Rechtschreibung angepasst.)

 

 


 

 

19. August 2011

 

 

 

 

 

 

 

 

Viel zu früher Abschied von Silke Teutschbein

(1962-2011)

 

   

     

 

 

   
     

 

 

 

 

 

(Fotos: wb)

 

 

 

 

 

 

 

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